Texte vom Vilswanderer

  • Altweibersumma
    Text & Musik, Vilswanderer 2013

    Am Flußufertanz´n die Mücken. Es fall´n die erst´n Blätter.
    Die Toch werd´n langsam kürzer. Aber mir ham no´ a´ schön´s Wetter.
    Die Kirwan werd´n immer wenga. Die Bergfest´ san a´ scho´ vorbei.
    Vorbei die Gartenparties. I´ hob´ no´ a´ poar Toch frei.

    Es Wasser vom Fluß plätschert weida, is´ aber nimma so wacherlwoarm.
    Wenn i´ meine Füiaß dau eine halt, bin i´ scho´ a´ bißerl derfroarn.
    Früher stand dort der alte Weidenbaum, den i´ scho´ seit meiner Kindheit kenn.
    Den ham´s einfach o´gholzt. Angeblich wär´er alt und morsch g´wen.

    Die Sonnenstrahlen glitzern. In d´ Nos´n waht a´ modriger Duft.
    Es riacht nach Lagerfeuer. Silbergrau flieg´n die Spinnweb´n durch d´ Luft.
    Es wird wieder frischer am Aumnd. A´ in da´ Früah´,dau merkst es glei´.
    Da Summer ziagt se´ auße. Auf de´ Felder scho g´bund´n es Hai.

    Altweibersummer, koi´ Lüfterl rührt se´.
    I´ schlauf in da´ Mittagssunna. Die Zeit bleibt steh´
    Die Altweibersommersonnenstrahl´n leg´n se´ aufe auf´s Gesicht
    I´ träum vom letzten Frühling und da´ letzte Liebesg´schicht.

    Doch bevor da´ koide Herbstwind eine waht in mei´ G´wand.
    Ziagt´s mi´ owe in´ Süden nach Griechenland.
    Da wander i´ auße auf´s südlichste Kap und i´ schau über´s Meer den ganz´n Tog.
    I´ denk an des Lied „Irgendwann bleib i´ dan dort“, des i´ selber scho oft g´sunga hob.

    Es Hoamkumma is´ dann a´ wieder scheäi´. Ja wer bestimmt na´ mei´ Leb´?
    Ob Oberpfalz oder Griechenland. Scheäine Fleckerl ´n kann´s überall geb´n.
    Scheäine Fleckerl´n kann´s überall geb´n. Ja wer bestimmt na´ mei´ Leb´?
    Ja wer bestimmt na´ mei ´ Leb´? Altweibersummersunna
    Da brauch ma goar niat wieda red´n. Altweibersummersunna

    Text & Akkorde von Altweibersummer als pdf

  • Burschenweisheit 2012
    Oberpfälzer Volkslied, Arr. Vilswanderer

    1. Mir san drei Bauernslackl´n vo´ da´ Summerleit´n.
    Mir ham drei Goas im Schtoll und ar a´ Hobaleit´n.
    Ja wos mir oarbarn kannt’n, doch meistn´s dammas niat.
    Außa beim Moidl drin, wenn’s amal g’schiagt.

    2. Und daß ma lustig woarn, da hots ja nia was geb´n.
    Mir san´ ja Toch und Nacht nur bei die Moidla g´leg´n.
    Amal am Haibod´n, amal im Kuahschtoll.
    Ja woiß da´ Teifel no´ wo überall.

    3. Auf unser´m Heubod´n drob´n, da liagt a Madl ob´n
    Und wenn´s a Schöne woar, na woar i´ längst scho´ drob´n.
    Und wenn´s a Schiage is´, na is mar all´weil g’wis.
    Dass halt am Heubod´n drobn a´ Oane is.

    Und irgendwann ham´ ma´ na´ gnua´ vo´ die Moidl´n g´habt und die a´ vo´ uns.
    Na´ hamma folgendermasen g´sunga

    4. Mir ham scho Moidla g’habt, die ham uns nimmer mög´n,
    weil mir um d´ Nasn ´rum voll Schnupftabak san g´wen.
    Mir ham´s glei selber g’sagt, daß uns viel lieber ist,
    daß uns viel lieber ist a´ Tabakspris´.

    Text & Akkorde von Burschenweisheit als pdf